Fragen zur theoretischen Ausbildung

Wie ist die theoretische Ausbildung gegliedert?
Pflichtbereich (A und B in der fortlaufenden Gruppe, 600 Std.):
Im Rahmen des Pflichtbereiches sind 600 Theoriestunden zu absolvieren. Diese 600 Stunden werden auf 6 Wochenenden pro Jahr verteilt. Der Pflichtbereich ist nach ca. 4 Jahren abgegolten und besteht insgesamt aus 25 Wochenendseminaren.

Wahlpflichtbereich (C frei wählbar aus dem OJP 60 Std.):
Der C - Bereich wird im Rahmen des OJP (Offenes Jahresprogramm) angeboten. Dieser Bereich ist grundsätzlich für jede/n InteressentIn offen und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, spezielle Fort- und Weiterbildungsbausteine für diverse Kurzcurricula und Zusatzqualifikationen zu erwerben. AusbildungsteilnehmerInnen der kbap können hier bereits im Rahmen ihrer Ausbildung bis zu 60 Stunden gezielter Fort- und/oder Weiterbildung integrieren, die dann mit Abschluss der Approbation anerkannt werden können, sofern die über 60 Stunden hinaus zu erwerbenden Bausteine der entsprechenden Spezialcurricula komplett absolviert werden.

Zur Zeit sind folgende Zusatz- bzw. Spezialcurricula an der kbap etabliert:

  • Körperpsychotherapie (im Umfang von 160 Stunden; Fortbildungszertifikat wird erworben, wenn 60 Stunden C und 100 Std. Selbsterfahrung hierfür genommen werden, ohne dass weitere Kosten entstehen);
  • Psychotraumatologie (nach den Richtlinien der DeGePT, erst gültig nach der Approbation, aber zeitlich parallel zur Ausbildung zu erwerben, 60 Std. C können hierfür angerechnet werden);
  • Ergänzungsqualifikation Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (für PP: es können aus dem C- Bereich 60 Stunden für die notwendige Theorie bereits erworben werden)
  • Ergänzungsqualifikation / Gesamtcurriculum Gruppentherapie (es können aus dem C- Bereich 60 Stunden für die notwendige Theorie bereits erworben werden)
  • Begleitende Mentorate zu den Tutorien (Begleitung der Kleingruppen):
    In den Tutorien (D), bei denen sich 3-6 AusbildungsteilnehmerInnen für die Zeit der Ausbildung in Kleingruppen zusammenfinden, werden im 1.-3. Semester teils vorgegebene, teils selbst zu vertiefende Themen aus den Seminaren und Vorlesungen, ab dem 4. Semester nach eigener Schwerpunktsetzung zunehmend ausgewählte spezielle Ausbildungsinhalte selbstständig im Team erarbeitet und unter der fachkundigen Anleitung von Dozenten des kbap in Mentoraten vertieft.
    Dabei stehen sowohl in den Tutorien als auch in den Mentoraten neben der theoretischen Auseinandersetzung praktische psychotherapeutische Basiskompetenzen im Vordergrund: u.a. Passung, Empathie, Bedeutung von Verbalisierung, Deutung, Konfrontation und Durcharbeitung; Wiedererleben in der Übertragung, Kontakterhaltung, Strukturierung, Probehandlung, Üben und Automatisieren; Körpererleben, Phantasie, Imagination und Handlungsdialog; Wahrnehmung von und Umgang mit Spannungskonturen, Erregungskontrolle, Impulssteuerung, Aufmerksamkeitsfokussierung, Copingakzeptanz, Systemregulation, Umgang mit Erstsituationen usw.
    Mentorate und Tutorien sind integrale Bestandteile des Theorieprogramms an der kbap. DozentInnen des Instituts begleiten die AusbildungsteilnehmerInnen drei Jahre lang in homogenen und festen Lerngruppen (vom 1.-6. Semester). In Tutorien und Mentoraten können so auch im Rahmen der Theorieaneignung eine gewisse ‚Intimität’ sowie kohäsionsfördernde Gruppenprozesse entstehen. In den Mentoraten ist Raum für vertiefende Diskussionen zu den Theorieseminaren, hier kann aber auch Klärung bezüglich dringender Angelegenheiten in der eigenen Ausbildung erfolgen, es können auch später Aspekte der ambulanten Tätigkeit besprochen werden, das ‚Erstinterview’ und die Anamneseerhebung werden grundlegend erarbeitet.
    Das halboffene Theorieprogramm (hoT im Umfang von 3 x 10 Std.):
    Sie haben weitere 30 Stunden (3 Tagesseminare à 10 Stunden), die vor Beginn der ambulanten Behandlungstätigkeit belegt werden müssen:
    hoT I - zum Thema ‚Praxismanagement`
    hoT II - zum Thema ‚Berufsrecht’
    hoT III - zum Thema ‚Dokumentation’