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11. Bonner Symposium

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11. Bonner Symposium und Jahrestagung der DFT am 01. - 02.10.2010 in Bonn

"Humor - Vitalität - Leichtigkeit"
-Der Beitrag der psychodynamischen Psychotherapie-

Heutzutage über Leichtigkeit und Humor in der Psychotherapie nachzudenken, scheint auf den ersten Blick ein gewagtes Unterfangen zu sein. Die Profession muss sich im postmodernen Problemwandel ständig neu positionieren und sich mit knapper werdenden Ressourcen im Gesundheitssystem und mit so heterogenen sozialen Herausforderungen wie psychischen Folgen von Krieg, Gewalt, Missbrauch oder Internetsucht auseinandersetzen. Ist die „Leichtigkeit des Seins" eine Option, um mit den psychosozialen Krisen der Gegenwart zurechtzukommen? Die psychodynamische Perspektive eröffnet eine spannende Auseinandersetzung mit den unbewusst transportierten Implikationen der drei für die diesjährige Tagung gewählten Leitbegriffe. Es haben sich folgende vier Themenschwerpunkte herauskristallisiert:

· Welche Möglichkeiten bieten Humor und Leichtigkeit bei der Formulierung eines Fokus für psychotherapeutische Interventionen?
· Wie können Ressourcen aktivierende sprachliche, kreative oder künstlerische Interventionen die Vitalität und Lebenslust von Patienten (wieder) anregen und durch Traumata geprägte implizite Gedächtnisstrukturen positiv beeinflussen?
· Wie können Mentalisierung und Symbolisierung durch Witz, Humor oder gar durch distanzierende Ironie angeregt und dadurch effektiver zur Bewältigung tragischer Schicksalsschläge genutzt werden?
· Wie können aktivierende und strukturbietende Interventionen, insbesondere durch Clownerie, Jazzmusik, Tanz und Meditation bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen, zu psychischer Erleichterung und neuem Lebensmut verhelfen?
Bei genauerer Betrachtung sind Humor und Vitalität wie zwei Seiten einer Medaille und scheinen das Leben und auch das Leiden zu erleichtern. Unter Humor verstanden die Menschen im 18. Jahrhundert einen tieferen „Sinn für Spaß" - anders als eine dekadente Spaßgesellschaft annehmen ließ. Humor zu haben galt nämlich als eine Kunstfertigkeit, die der Konversation und damit einer lebensbejahenden, zwischenmenschlichen Kommunikation diente. Vitalität im Sinne von unbeschwerter, kraftvoller Lebendigkeit ist unbenommen auch heute ein anzustrebendes therapeutisches Ziel und hängt, wie der Humor auch, mit der Kunst zusammen, das Leben so anzunehmen, wie es ist - und auch damit, das jedem Einzelnen zugedachte Zeitlimit zu akzeptieren - frei nach dem Motto:


"Raste nie, doch haste nie!
Sonst haste die Neurasthenie!"
(Otto von Hartleben 1864-1905)


Zu vielen der hier angeschnittenen Themen haben die eingeladenen ReferentInnen aus der psychodynamischen Perspektive Grundlegendes erarbeitet. Wir freuen uns, dass namhafte WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen mit klinischer und / oder künstlerischer Erfahrung unserer Einladung gefolgt sind und mit uns zum Tagungsthema diskutieren wollen.


Wir freuen uns auch, in diese Veranstaltung die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (DFT) integrieren zu können.
Besuchen Sie uns in Bonn!


Für die KBAP und die DFT:
Sabine Trautmann-Voigt, Bernd Voigt und Rainer Richter

weitere Informationen
Anmeldecoupon

Prof Dr. Nossrat Peseschkian* 18. Juni 1933, † 27. April 2010
Mit großer Bestürzung haben wir vom plötzlichen Tod unseres verehrten Kollegen Prof. Dr. Nossrat Peseschkian erfahren. Wir werden ihn auf unserem diesjährigen Symposium, zu dem er so gerne gekommen wäre, sehr vermissen! Allen seinen Freunden, Weggefährten und besonders seiner Familie drücken wir unser herzlichstes Beileid aus. Wir werden keinen gleichwertigen Ersatz für Prof. Dr. Nossrat Peseschkian, der die Positive Psychotherapie begründet hat, finden; jedoch versuchen wir die Lücke, so gut wie möglich, zu schließen.Mit aufrichtiger Anteilnahme!Sabine Trautmann-Voigt + Bernd Voigt


 

 

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