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Mitten in der Bonner City liegen unsere staatlich anerkannten Ausbildungsinstitute für angehende PsychotherapeutInnen.

Komplexe PTBS: Phänomenologie als Methode (Trauma-Modul II- Teil 2 PP) (Uta Meiß)

Vorrausetzung: Trauma-Modul II - Teil 1 für KJP und PP am 30./31.01.2021

KBAP
Bertha-von-Suttner-Platz 6
Bonn
-
- Uhr
300
ausgebucht

Trauma-Modul II - Teil 2 für PP

Zunächst werden die TN in die zentrale Konfliktspannung des Traumas und die dualistische Konzeption eingeführt, wie sie in der psychoanalytischen Theoriebildung, in der Handlungstheorie Janets sowie im Modell der Traumabedingten strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit (TSDP) von Dr. Ellert Nijenhuis zu erkennen sind. Daran anknüpfend wird die neue Diagnose „Komplexe PTBS“/“KPTBS“ vorgestellt, die im ICD 11 im Jahr 2022 als eigenständige Diagnose enthalten sein wird.

Anhand von Behandlungsverläufen wird beschrieben wie sich dissoziierte autonome Persönlichkeitsanteile als Antwort auf immer wiederkehrende und komplexe Traumatisierungen selbst organisieren und wie sie das Leben des verkörperten Selbst auf ihre Weise mit jeweils eigener Perspektive und eigenem Willen aufrecht erhalten. Dabei werden die TN Schritt für Schritt in die Theorie der Traumabedingten strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit (TSDP) sowie in den sich darauf aufbauenden traumatherapeutischen Behandlungsansatz der „enaktiven Traumatherapie“ von Dr. Ellert Nijenhuis eingeführt, der auf den Denktraditionen des Enaktivismus und der Phänomenologie entwickelt wurde.

Anhand eigener Behandlungsbeispiele wird den TN in diesem Seminar gezeigt, wie komplex traumatisierte Menschen neue Handlungen (actions/enactments) Schritt für Schritt erproben und integrieren können, so dass sie einen größeren und flexibleren Handlungsspielraum als Antwort auf die Bewältigung ihres Alltags haben, statt ihr erlebtes Leiden (passions/re–enactments) in Form rigider und traumafixierter Handlungen zu wiederholen.

Es wird anhand einiger Praxisbeispiele beschrieben, wie sich Schritt für Schritt neue und adaptive Handlungsmöglichkeiten in einem gemeinsamen therapeutischen „Tanz“ entwickeln können, so dass sich neue Lebenswelten eröffnen. Hintergrund der vorgestellten Arbeit ist eine phänomenologische Grundhaltung und therapeutische Methode, die als therapeutischen Ausgangspunkt eines „Sich-Einlassen auf das, was uns begegnet“ hat.

Achtung: Die Trauma-Module können nicht einzeln gebucht werden, da sie aufeinander aufbauen.

VeranstalterUnterrichtseinheitenAusbildungselementeZielgruppen
KBAP und KBAV 15
  • C-Wahlpflichtbereich (max. 60UE)
  • F-Freie kostenpflichtige Buchung
  • Ärztliche Weiterbildung
  • Curriculum Psychotraumatherapie